Bei der Fluggesellschaft Lufthansa ist nicht erreichbar zu sein – keine Ausrede mehr!

Die Airline hat damit begonnen, seine gesamte Kurz- und Mittelstreckenflotte mit Breitband-Internet für die Passagiere auszurüsten. Fünf Airbus 320 mit FlyNet an Bord fliegen bereits, bis Mitte nächsten Jahres soll die gesamte Lufthansa-Flotte mit über 200 Mittelstreckenjets online sein. Die Gesellschaften Eurowings und Austrian Airlines kommen auch noch dazu.

Lufthansa-Passagiere surfen in den ersten Wochen auf innerdeutschen und Europa-Flügen kostenlos. Allerdings will die Airline diese Phase noch im Frühjahr beenden. Ab dann können alle Fluggäste zwischen drei Paketen wählen: wer Mails und Messages verschicken und empfangen will muss pro Flugstrecke drei Euro bezahlen, im Internet surfen kostet sieben Euro und Videos streamen kostet zwölf Euro. Der WLAN-Zugang kann mit Kreditkarte und Diensten wie PayPal bezahlt werden.

Nicht gern gesehen ist an Bord allerdings weiterhin das telefonieren, auch wenn es über das Internet technisch möglich wäre. Laut Umfragen würden sich die meisten Lufthansa-Gäste davon gestört fühlen. Wer es trotzdem versucht, wird von den Flugbegleitern gebeten, sich auf schriftliche Kommunikation zu beschränken.

Bei der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften ist der Internet-Zugang auf Langstrecken schon lange Standard. Allerdings sei Lufthansa auf den Kurzstrecken die erste Fluglinie, die Internet in Breitband-Qualität anbiete, freut sich Konzernchef Carsten Spohr. Er selbst dürfte es aber weniger nutzen: “Ich persönlich genieße es, an Bord einmal nicht online zu sein.”